Aktuelles aus dem Kulturhistorischen Museum

Alles über Rostock. Jetzt 800 – hier verpassen Sie nichts

Bitte Steine sammeln!

50.000 Tonnen Feldsteine, 11.000 Tonnen Bruchsteine, dazu 4.000 Tonnen Steine aus der Ostsee. Alles für die neue Ostmole in Hohe Düne. Im Februar 1958 hatte die Rostocker Stadtverwaltung dazu aufgerufen, überall in der DDR Steine zu sammeln. Motto: „Feldsteine für den neuen Rostocker Hochseehafen!“ Der Aufruf zahlte sich aus: Mit der Eröffnung des Seekanals am 7. Oktober 1958 wurde die Warnemünder Ostmole in Betrieb genommen.

„Das war eine Großaktion, die ihresgleichen sucht“, sagt Ronald Piechulek vom Schiffbau- & Schifffahrtsmuseum Rostock. An den Bau der Mole und die Sammelaktion (hier ein Video) erinnert ein Gedenkstein.

Die Inschrift lautet:

Die Arbeiter und Ingenieure
der Großbaustelle Überseehafen
grüßen die Delegierten
der IV. Bezirksdelegiertenkonferenz.
Mit den 35000 t Feldsteinen, die bisher
von der Bevölkerung gesammelt wurden,
ist die Verpflichtung zum V. Parteitag,
300 m Mole 1,70 m über M.W. zu schütten,
vorfristig erfüllt.

„Der Gruß ging an die Delegierten der 4. Bezirksdelegiertenkonferenz, die am 20. bis 22. Juni 1958 in Rostock stattfand“, so Piechulek. Der Gedenkstein ist noch bis 4. November in der Ausstellung „Rostock. Jetzt 800“ zu sehen.

„Wir arbeiten regelmäßig zusammen“, sagt Dr. Kathrin Möller zur Kooperation mit dem Kulturhistorischen Museum Rostock. Zweimal sei sie schon in der Ausstellung gewesen, so die Leiterin des Schiffbau- & Schifffahrtsmuseums Rostock. Ihr Tipp für Besucher? „Nehmen Sie sich Zeit! Es lohnt sich.“

Hintergrund

800 Jahre Rostock. Es gibt eine Menge zu entdecken - in der großen Ausstellung zur Stadtgeschichte im Kulturhistorischen Museum. Immer dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Auf rostock-jetzt-800.de erfahren Sie alles über die Ausstellung mit mehr als 650 Exponaten auf 1200 Quadratmetern, über die wichtigsten Schätze der Rostocker Geschichte, die erstmals an einem Ort versammelt sind: im Kloster zum Heiligen Kreuz.