Aktuelles aus dem Kulturhistorischen Museum

Alles über Rostock. Jetzt 800 – hier verpassen Sie nichts

Max Samuel

Max Samuel war Unternehmer. In seiner Firma, den EMSA-Werken, beschäftigte er zeitweilig mehr als 150 Mitarbeiter. Er entwickelte - erst in Güstrow, später in Rostock - orthopädische Artikel und Schuhzubehör, zum Beispiel eine patentierte Bürste für Wildlederschuhe. Samuel lieferte zunächst deutschlandweit, später auch nach Russland, Skandinavien, England und in die USA.

1923 wurde Samuel Vorsteher der Jüdischen Gemeinde in Rostock. Im Jahr 1930 übernahm er den Vorsitz des Israelitischen Oberrates von Mecklenburg-Schwerin. Er war Mitglied der Korporation der Kaufmannschaft und der Landes-Universitäts-Gesellschaft. Ab 1933 stellte er wegen ihres Glaubens entlassene jüdische Arbeiter ein und sorgte für Ausreisepapiere und Reisegeld. Nach der Beschlagnahme seines Werkes durch die Nazis im Frühjahr 1938 folgte Max Samuel seinem Sohn in die Emigration nach England.

Der Rostocker Maler Egon Tschirch schuf 1920 ein Porträt von Max Samuel in Öl. 2016 wurde dies erstmals wieder der Öffentlichkeit gezeigt - und ist heute in der Ausstellung „Rostock. Jetzt 800“ zu sehen.

Hintergrund

800 Jahre Rostock. Es gibt eine Menge zu entdecken - in der großen Ausstellung zur Stadtgeschichte im Kulturhistorischen Museum. Immer dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Auf rostock-jetzt-800.de erfahren Sie alles über die Ausstellung mit mehr als 650 Exponaten auf 1200 Quadratmetern, über die wichtigsten Schätze der Rostocker Geschichte, die erstmals an einem Ort versammelt sind: im Kloster zum Heiligen Kreuz.