Aktuelles aus dem Kulturhistorischen Museum

Alles über Rostock. Jetzt 800 – hier verpassen Sie nichts

Welches Seil wofür?

Sie sehen: Tauwerk, Seil und Schnur. Das eine stellt der Reepschläger her, die beiden anderen der Seiler.

Das Tauwerk (oben im Bild) sind starke Leinen für die Seefahrt, für Segel und das Festmachen von Booten und Schiffen.

Das Seil (Mitte) ist schon früher zum Befestigen benutzt worden oder bei Transporten zum Einsatz gekommen.

Die Schnur (unten im Bild) ist ein Seil mit geringerem Durchmesser zum Verschnüren von Waren aller Art.

Der Reepschläger fertigt die festen und sehr langen Taue (Reepe). Aus Naturfasern wie Flachs oder Hanf entstehen durch Verdrehen starke und doch elastische Seile, wie man sie in einer Hafenstadt wie Rostock in großer Zahl benötigte. Seile und Schnüre hingegegen wurden kürzer gearbeitet und waren auf Märkten, in der Landwirtschaft, aber auch in jedem Haushalt unverzichtbar.

Die Industrialisierung nahm den Berufen Reepschläger und Seiler im beginnenden 20. Jahrhundert die Grundlage. Heute stellen nur noch vereinzelte Traditionsbetriebe handgearbeitete Taue und Seile vor allem für Segler her.

Hintergrund

800 Jahre Rostock. Es gibt eine Menge zu entdecken - in der großen Ausstellung zur Stadtgeschichte im Kulturhistorischen Museum. Immer dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Auf rostock-jetzt-800.de erfahren Sie alles über die Ausstellung mit mehr als 650 Exponaten auf 1200 Quadratmetern, über die wichtigsten Schätze der Rostocker Geschichte, die erstmals an einem Ort versammelt sind: im Kloster zum Heiligen Kreuz.