Aktuelles aus dem Kulturhistorischen Museum

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Zum Beispiel: Laura Witte

Zum Beispiel: Laura Witte. Vor 100 Jahren engagierte sie sich für Frieden. Setzte sich für freie Wahlen und die Rechte von Frauen ein. Die Liste ihres Engagements ist lang.

Ab 1915 arbeitete Laura Witte in den Vorständen des Verbandes für soziale Hilfsarbeit und des Hausfrauenvereins. 1916 bis 1929 war sie Vorsitzende des Vereins für die Rostocker Krippe. 1919 trat sie der Deutschen Demokratischen Partei bei und stand der Frauengruppe vor. 1919 forderte sie freie Berufswahl und gleichen Lohn für Frauen. Sie engagierte sich im Verein für Kleinkinderwarteschulen, ebenso im Verein für Kinderhorte und im Verein für das Alexandrahaus Warnemünde. Sie pflegte Kontakte zu anderen Frauenrechtlerinnen wie Klara Schleker, Elisabeth Schmidt-Reichhoff und Henni Lehmann.

Laura Witte wurde 1869 in New York geboren und stammte aus einer großbürgerlichen Familie. Seit 1892 war sie mit Friedrich Carl Witte verheiratet, dem Erben der Chemiefabrik Witte, den sie bei Verwandten in Bremen kennen gelernt hatte.

Hintergrund

1919 garantierte eine neue Stadtverfassung erstmals demokratische Rechte. Die zweite Hälfte der 20iger Jahre bedeutete für Rostock eine Zeit relativer wirtschaftlicher Stabilität. Der Schul- und Wohnungsbau wurde gefördert, der Nahverkehr ausgebaut, neue Medien wie das Kino veränderten die Freizeitgewohnheiten. Aber auch die politischen Gegensätze wuchsen. Weltwirtschaftskrise und hohe Arbeitslosigkeit verstärkten die Radikalisierung.

Extra

800 Jahre Rostock. Es gibt eine Menge zu entdecken - in der großen Ausstellung zur Stadtgeschichte im Kulturhistorischen Museum. Immer dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Auf rostock-jetzt-800.de erfahren Sie alles über die Ausstellung mit mehr als 650 Exponaten auf 1200 Quadratmetern, über die wichtigsten Schätze der Rostocker Geschichte, die erstmals an einem Ort versammelt sind: im Kloster zum Heiligen Kreuz.